26. August 2009 | Sebastian Schmerz (Sicherheitsbeauftragter) [
Schwarzes Brett ]
Eine Studie der Berufsgenossenschaft belegt: 99,96 Prozent aller Bürounfälle ereignen sich während der Arbeitszeit! Somit sollten Sie vor allem in diesen acht Stunden Ihre neun Sinne beisammen halten, um am Ende des Tages unversehrt in den Feierabend entschwinden zu können!
Als Sicherheitsbeauftragter des Unternehmens mache ich Sie deshalb im Rahmen meiner losen Serie “Der Sicherheitsbeauftragte rät ” mit den heimtückischsten Gefahrenquellen vertraut und verrate Ihnen, wie Sie sich künftig vor bösen und schmerzhaften Unfällen am Arbeitsplatz schützen können!
In der heutigen Folge dreht sich alles um eine hinterlistige Falle, die in unzähligen Büros nur darauf wartet, Ihnen beträchtlichen Schaden zuzufügen. Die Rede ist natürlich von verdrillten Telefonkabeln !
DIE GEFAHR:
Zwei kurze Beispiele aus anderen Unternehmen:
1.) Der übereifrige Controller eines großen Verlagshauses in Bayern wollte den Anruf seines Vorgesetzten bereits vor dem ersten Klingeln entgegennehmen. Allerdings war der Bewegungsradius seines Telefonhörers aufgrund einer hoffnungslos verdrillten Telefonschnur mittlerweile bedeutend eingeschränkt. Der Controller versuchte diesen Effekt durch körperlichen Einsatz wettzumachen und beugte sich – mit dem rechten Ohr voraus – ruckartig in Richtung Telefon. Wie sich im Nachhinein herausstellen sollte, tat er dies jedoch relativ ungelenk… Derzeit befindet er sich in einer renommierten Reha-Klinik, um sich von den Folgen seines Bandscheibenvorfalls zu erholen.
2.) Der kräftig gebaute Chefeinkäufer eines Textilunternehmens auf der Schwäbischen Alb riss in einem ähnlich gelagerten Fall gleich das ganze Telefon mit. Statt des Hörers allein klatschte er sich somit schwungvoll den kompletten Apparat ins Gesicht. Der eilig herbeigerufene Notarzt diagnostizierte eine mittlerschwere Gehirnerschütterung sowie diverse Hämatome im Ohr- und Halsbereich.
WIE KÖNNEN SIE SICH SCHÜTZEN?
Ganz einfach: Lassen Sie Ihr Telefon klingeln …
Für dringliche Angelegenheiten gibt’s schließlich E-Mail !
Und in der nächsten Folge erzähle ich Ihnen alles über die Gesundheitsrisiken von MS Outlook und Lotus Notes…
Passen Sie gut auf sich auf!
Herzlichst,
Ihr Sebastian Schmerz
P.S.: Viele Grüße in diesem Zusammenhang auch an [ Herrn Schmoltke aus der Buchhaltung ] – angeblich kann er schon wieder mit zweieinhalb Fingern tippen.
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